Was macht Tattoos dauerhaft? – Wie funktionieren Tattoos?

Eine Tätowierung ist eine Körpermodifikation, bei der ein Tintenfleck auf die Haut aufgebracht wird, der dauerhaft bleibt. Das ist eine schöne Definition, aber wie genau funktioniert das alles auf makroskopischer und mikroskopischer Ebene? Wir werden versuchen, es hier zu erklären.

Nehmen wir an, du möchtest eine Tätowierung auf deiner Haut. Du suchst dir ein seriöses Tattoo-Studio mit einem professionellen Tätowierer, der sein Handwerk versteht, und dir gefällt, wie er arbeitet. Du weißt bereits, welches Design du dir wünschst, oder du wählst aus einem „Flash“ des Tattoo-Studios – einem Katalog von Designs, die das Studio dir als Inspiration anbieten kann. Bevor ein Tätowierer mit dem Tätowieren beginnt, muss er alle Gegenstände, die er verwenden wird, sterilisieren (außer denen, die nur einmal verwendet werden können, wie Nadeln und Handschuhe).

Die Sterilisation erfolgt in einem Autoklaven, der eine Kombination aus Dampf, Druck und Hitze verwendet, um alle Mikroorganismen abzutöten, die sich auf den Instrumenten befinden können.

Der Künstler desinfiziert auch den Arbeitsbereich und zeigt dem Kunden, dass die Instrumente desinfiziert wurden. Die Hautstelle, an der die Tätowierung angebracht werden soll, wird dann rasiert und mit antiseptischer Seife und Wasser desinfiziert. Der Tätowierer fertigt eine Schablone an und überträgt damit eine grundlegende Zeichnung des Designs auf die Haut. Mit einer Nadel und dünner Tinte umreißt er das Motiv, was dem Künstler hilft, genauer auf die Haut zu zeichnen. Oft wird von unten nach oben gezeichnet, damit die Schablone nicht verschmiert wird. Wenn die Umrisse fertig sind, reinigt der Künstler den Bereich mit Wasser und Seife und zeichnet dann mit verschiedenen Nadeln und dickerer Tinte Linien, wobei er besonders darauf achtet, nicht zu viel Schmerz zu verursachen. Wenn der Künstler die Linien fertiggestellt und die Haut erneut gereinigt hat, ist es an der Zeit, die Linien zu überlappen, was zu einem guten Farbton führt. Wenn die Tätowierung fertig ist, wird sie erneut von Blut gereinigt und mit Verbänden abgedeckt. Die Verbände werden 1 bis 2 Stunden nach dem Eingriff entfernt, und die Stelle wird mit kaltem Wasser und einer nicht zu starken antiseptischen Seife gewaschen. Das Wasser wird trocken getupft, ohne zu reiben, und die Stelle mit einer antibakteriellen Salbe eingerieben. Die Heilung dauert zwischen 1 und 3 Wochen (je nach Gesundheitszustand des Kunden), und die Stelle, an der die Tätowierung vorgenommen wurde, sollte in dieser Zeit vor der Sonne geschützt werden.

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Wenn die Nadel mit der Tinte in die Haut eindringt, lagert sie die Tinte in der zweiten Hautschicht – der Dermis – ab. Ihr Pigment aktiviert das körpereigene Immunsystem, das Makrophagen aussendet, die ihrerseits die Pigmente der Tinte auffressen. Einige der Makrophagenzellen entfernen das Pigment während eines weiteren Aufenthalts in der Dermis und die Farbe. Ein weiterer Aufenthalt in den Hautzellen, den Fibroblasten, bildet die Dermis zusammen mit Nerven, Blutgefäßen und Kollagenfasern. Diese Fibroblasten fallen nicht von der Haut ab, wenn sich die Epidermis (äußere Hautschicht) regeneriert, sondern bleiben in der Haut, bis sie absterben. Außerdem werden sie (zusammen mit dem Pigment in ihnen) von anderen lebenden Fibroblasten aufgenommen, wodurch die Tätowierung dauerhaft wird.